Veröffentlicht: 1. Juli 2020

Die Herausforderung NGN

Next Generation Networks (NGN) oder wie die 3U TELECOM auf IP-basierte Netze umstellte

Autor: Aleksander Dreflak, Senior Switch Manager

Die Telekommunikationsbranche befindet sich weltweit seit nun mehr als zehn Jahren in einem tiefgreifenden Umrüstungsprozess. Dabei wurde zunehmend IP-Technologie eingesetzt, um nach und nach traditionelle leitungsvermittelte Technologie zu ersetzen. Die Telekommunikationsnetze der Zukunft basieren auf dem Prinzip der Paketvermittlung und überwiegend auf dem Internet-Protokoll (IP). Die Entwicklung zu IP-basierten Netzen hat ausgehend vom Kernnetzbereich längst eingesetzt und weitet sich mittlerweile auf die Zugangs- und Anschlussnetze aus. Dieser Weg ist noch nicht zu Ende.

Netzwerkswitch

Netzwerkkabel und Hub im Rechenzentrum

Was einst unter dem Stichwort Next Generation Networks (NGN) oder auch allgemein unter Umstellung auf IP begann, hat auch die 3U TELECOM GmbH einige Jahre lang intensiv mit der Umstrukturierung und Umstellung beschäftigt. Insbesondere die stets kundenfreundliche und ausfallsichere Migration von „alt nach neu" ist und war immer ein Hauptfokus unserer Arbeit.

Besondere Herausforderungen stellten die langfristigen und zeitaufwändigen Interconnection-Tests mit der Deutschen Telekom dar. Diese haben wir in allen Belangen für drei Gesellschaften des 3U Konzerns erfolgreich durchgeführt.

Durch die neu geschaffene Möglichkeit, sowohl VNB- als auch TNB-Netze „huckepack zu nehmen", konnten wir die restlichen Gesellschaften und auch neu hinzugewonnene Kunden erfolgreich und zeitsparend auf NGN migrieren.
Der größte Teil unserer Kunden und somit über 90% des Verkehrs werden nun über unser NGN-Cluster bedient, welches wir von unserem leistungsstarken Lieferanten Teles beziehen. Auch die im Zuge des NGN-Aufbaus anfallenden IT-Netzwerkerweiterungen und die damit verbunden Sicherheitsanforderungen haben wir so umgesetzt, dass wir der weiterhin positiven Entwicklung unseres Voice-Kerngeschäfts gut gewappnet entgegensehen.

Dementsprechend haben sich auch die Sicherheitskonzepte ändern müssen, um den neuen Anforderungen gerecht zu werden. Ergaben sich früher die Risiken aus physischen Elementen in einem Vermittlungsnetz, wie etwa Übertragungswege, eingesetzte Vermittlungstechniken und Zugänge zu den Räumlichkeiten, so steht der Fokus heute auf der IT-Sicherheit und den virtuellen Zugängen in die Netzwerke. Erkennungsmechanismen für Fraud und gesicherte Netzkopplungen sind hier an erster Stelle zu nennen.

Resultierend aus den neuen Anforderungen haben sich auch die Aufgaben eines Voice Engineers verändert. Wurde früher viel Zeit auf die Bereitstellung - von der Leitungsbestellung bis hin zum aufpatchen - verwendet, so werden heute Interconnects deutlich schneller und mit technisch geringerem Aufwand realisiert. Steht die Netzkopplung einmal, so ist die Zusammenschaltung recht zügig zu bewerkstelligen. Dies ist wohl der deutlichste Vorteil, den die NGN-Entwicklung mit sich brachte. Die Einsparungen an Zeit und Geld versetzen die Netzbetreiber und Diensteanbieter in die Lage wettbewerbsfähig am Markt zu agieren.

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