Veröffentlicht: 15. Februar 2020

Moderne IT-Lösungen im Zuge der weiteren Digitalisierung

Autor: Björn Friedrichsen, Leiter Produktmanagement

IT und Telekommunikation: Die beiden Bereiche waren in den Unternehmen früher meist strikt getrennt. Die flächendeckende Einführung von Voice-over-IP (VoIP) hat diese Trennung in den letzten Jahren gründlich durchlöchert oder ganz aufgehoben. Heute stehen IT und Telekommunikation vor dem nächsten, weit größeren Wandel. Es geht um die vollständige Digitalisierung des Unternehmens.

Hinter den nebulösen Worten „vollständige Digitalisierung" versteckt sich nicht die EINE Lösung, sondern sie beschreiben einen Prozess wie Unternehmen ihre IT neu definieren müssen, um den künftigen Anforderungen einer mehr und mehr digitalisierten Welt gerecht zu werden. Künftig gilt es, wesentlich schneller auf neue Anforderungen zu reagieren. Die früher üblichen, langfristig geplanten Updates und Roll-Outs im Soft- und Hardware Bereich gehören zunehmend der Vergangenheit an. Aber wie lässt sich diese höhere Agilität in der Zukunft erreichen?

Moderne IT-Lösungen im Zuge der weiteren Digitalisierung

Die Public Cloud als Lösung aller Probleme

Die oftmals propagierte Public Cloud ist nur vordergründig der ersehnte Heilsbringer. Zwar sind die nutzungsabhängige Abrechnung und der einfache Zugriff über das Internet als Hauptmerkmale einer Public Cloud attraktiv, aber für viele Unternehmen erweist sich die Nutzung einer großen Public Cloud in Teilen als unmöglich oder als ineffizient. Warum? Die Gründe sind vielfältig: Mal entsprechen die Angebote nicht den internen Vorgaben und Richtlinien, mal lassen intransparente Gebühren die Kosten explodieren, mal scheitert man an technischen Herausforderungen z. B. bezüglich Latenzen. Hinzu kommt die Anonymität bei großen internationalen Public Cloud Providern, die die Lösung individueller Probleme sehr erschwert.

Als Alternative kommen Private oder Hybrid Clouds in Frage. Private Clouds sind dabei oftmals dedizierte Systemumgebungen für einen Kunden, die aber dank der zur Verfügung stehenden Software die Agilität und Bedienbarkeit einer Public Cloud haben. Da braucht es für den Betrieb kaum unternehmenseigenes Know-how. Private Clouds können auch zwischen Rechenzentren oder Unternehmensstandorten verteilt werden, um z.B. die Latenzanforderungen vieler digitalisierter Produktionsprozesse zu erfüllen.

Vorteil Hybrid Cloud

Die Hybrid Cloud kombiniert das Beste aus beiden Welten, so dass man pro Software Applikation die Wahl hat, ob eine Public Cloud oder die eigene Private Cloud die beste Lösung bietet. Unabhängige Anbieter können Unternehmen sowohl bei der Auswahl der für sie optimalen Lösung unterstützen als auch kundenindividuell erarbeitete, modulare und variable Lösungen zu Private Cloud und Managed Service Dienstleistungen bereitstellen.

Nachdem ein Unternehmen sich über seine Anforderungen bewusst ist und somit geklärt ist, wo und wie künftige Anwendungen technisch laufen, rückt ein weiterer sehr wichtiger Aspekt eines vollständigen Anforderungskataloges in den Vordergrund. In einer modernen und teils globalen Arbeitswelt müssen Mitarbeiter von überall Zugriff auf ihre Office IT und ggf. produktionstechnische IT-Anlagen haben. Daher ist es sehr entscheidend, nicht nur eine zuverlässige IT-Umgebung zu haben, sondern eine stabile Netzwerkumgebung zu schaffen, um allen Mitarbeitern, unabhängig von ihrem aktuellen Arbeitsplatz, einen sicheren und stabilen Zugang zu den digitalen Unternehmenssystemen zu ermöglichen. Es gibt hierbei eine sehr breite Palette von Möglichkeiten, um Mitarbeitern außerhalb ihres angestammten Arbeitsplatzes ein komfortables und effizientes Arbeiten zu ermöglichen. Es können private Standortanbindungen, redundante VPN Zugänge oder Remote/Virtual Desktop Lösungen realisiert werden. Es kommt hier ganz auf die zu nutzenden Anwendungen an, da z.B. Netzwerklatenzen oder Netzwerkschwankungen störend bei einigen der aufgeführten Lösungen sein können.

Die Festlegung der Unternehmenskernkompetenzen

Sobald man sich entschieden hat, welche Cloud Lösung (Public, Private oder Hybrid) passend ist, bzw. wie das künftige Unternehmensnetzwerk aussehen soll, stellt sich die nächste Frage. Wer zeigt sich für deren Administration verantwortlich? Hier müssen Unternehmen zunächst klären, wieviel IT-Kompetenzen die eigenen Mitarbeiter der IT-Abteilung haben und ob dies so bleiben soll oder könnten. diese Ressourcen ggf. im Zuge der Digitalisierung in anderen Bereichen besser eingesetzt werden. Andererseits ist es auch möglich das durch die fortschreitende Digitalisierung bei vielen Unternehmen die IT mehr in den Fokus rückt und somit zu einer Kernkompetenz wird. Abhängig von dieser Bewertung muss die Betreuung der virtuellen Server und der Applikationen entweder durch eigene Mitarbeiter bzw. IT-Dienstleister erbracht werden, oder kann bei vielen Private/Hybrid-Cloud-Anbietern hinzugebucht werden.

Das Fazit

Angesichts der Fülle von Optionen sollten die Unternehmen in jedem Fall darauf achten, stets selbst die Wahl zu haben und die Alternativen sorgfältig prüfen. Anbieter, die eine „Friss oder Stirb" Philosophie vorgeben, sollten nicht die erste Wahl sein, selbst wenn diese Lösung Stand heute ideal zu einem Unternehmen passt. In einer digitalisierten Welt ist es nicht mehr möglich zehn Jahre im Voraus zu planen, daher können Anforderungen morgen schon ganz anders sein. Diesen Weg darf man sich nicht verbauen.

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TuMy Truong, Vertriebspartner  Account Managerin
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